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Durch die massive Hochhaus-Bebauung des Grundstücks der ehemaligen Polizeiinspektion ent-stehen unannehmbare Folgen für die Siedlung und viele angrenzende Nachbarn.










Nachverdichtung

Wir können nicht bei jedem Neubau eine Unterschriftenaktion starten. Deshalb fordern wir von der Stadt, wenn es nicht anders geht einen Bebauungsplan, der den noch nicht zerstörter Teile der Siedlung vor weiterer Zerstörung schützt!

 

     

      Bausünden im BV_Gebiet, die als Referenz für                   Neubauten herangezogen werden können.









Neues Konzept für Mehrfamilienhaus in Kettelersiedlung

Anwohner besorgt über geplanten Neubau - "Müller Wohnbau" plant um - 16.08.2016 06:00 Uhr      Stadtanzeiger

NÜRNBERG - Nachdem ihr erster Bauantrag abgelehnt worden ist, legt die Firma "Müller Wohnbau" ein neues Konzept für das Grundstück in der Schwarzenloher Straße vor. Kurz zuvor sprachen die Anwohner mit dem Baureferenten über ihre Sorgen wegen des Neubaus.

In der Schwarzenlohestraße 20 soll ein neues Wohnhaus entstehen. Die Anwohner rund herum sind empört. © Roland Fengler

Es ist ein Thema, das die Anwohner der Schwarzenloher Straße umtreibt. Vor einigen Monaten kaufte das Schwabacher Bauunternehmen "Müller Wohnbau" ein Grundstück in dem Wohngebiet. 

Es folgte ein Bauantrag, der einen – im Vergleich zu den anderen Häusern in der Siedlung – großen Wohnkomplex mit sechs Einheiten und überdimensionierten Balkonen vorsah.

 

Im Baureferat sei schnell klar gewesen, so Referent Daniel Ulrich, dass dieses Vorhaben so nicht genehmigungsfähig ist. "Der Bau ist zehn Prozent zu lang, zu breit, zu hoch", sagte Ulrich damals Mitte Juni. Obwohl die Pläne dann auch relativ schnell zurückgewiesen wurden, ließ und lässt der Neubau den Anwohnern der Schwarzenloher Straße keine Ruhe.Deutlich wurde das bei einem von SPD-Stadtrat Gerald Raschke organisierten Referentengespräch mit Daniel Ulrich, in dem es um Bauvorhaben in den Siedlungen Süd gehen sollte. Tatsächlich gab es auf der Veranstaltung aber nur ein einziges Thema: Was passiert auf dem Grundstück in der Schwarzenloher Straße?

Eine besorgte Nachbarin berichtete etwa, dass sie, wenn sie im Garten sitzt, nur noch auf eine Wand starren würde, würde das neue Objekt zu groß gebaut werden. Davon abgesehen, so die Anwohner weiter, stünden in ihrer Siedlung vor allem Einfamilienhäuser. Man wolle schlicht keine Eigentumswohnungen, hieß es. "Wenn Sie einmal alt sind und nicht mehr ein ganzes Haus bewirtschaften können, aus Ihrem gewohnten Umfeld aber auch nicht weg wollen, dann sind Sie froh, wenn in Ihrer Siedlung auch kleinere Wohnungen vorhanden sind", versuchte Ulrich zu besänftigen.

Kleinere Balkone sollen Anwohner besänftigen

An diesem Abend stand noch nicht fest, welches neue Konzept "Müller Wohnbau" vorlegen wird. Man müsse abwarten, inwieweit das Unternehmen die Pläne abändert, dann könne man weiter sehen, sagte Ulrich. Keine 24 Stunden später traf der neue Bauantrag im Referat ein. "Müller Wohnbau" reduzierte die Wohneinheiten von sechs auf vier und auch die Balkone fallen nun kleiner aus. Insgesamt ist der Komplex etwas geschrumpft.

"Wir haben uns bereiterklärt, den Anwohnern etwas entgegenzukommen", sagt Jürgen Rockrohr, Vertriebsleiter bei "Müller Wohnbau". Man müsse einen Konsens finden, so Rockrohr weiter. "Niemand hat das Recht auf ewige Unversehrtheit des Nachbargrundstücks und man darf auch nie vergessen, dass man selbst ja auch mal gebaut hat", findet er.

Der Vertriebsleiter kritisiert zudem, dass die Stadt propagiere, sie brauche Wohnraum, aber den Baufirmen mache man so das Leben schwer. Mit dem neuen Antrag dürfte es "Müller Wohnbau" allerdings nicht mehr ganz so schwer haben. Zumindest sagt Baureferent Ulrich dazu: "Diese Pläne sind auf den ersten Blick schon einmal nicht mehr hoffnungslos." 

Stefanie Taube    Nürnberger Stadtanzeiger