BÜRGERNAH,                            KOMPETENT,                                UNABHÄNGIG.           

                           

Fachthemen des BV

Erläuterungen zu folgenden Themen finden Sie hier:

1. Kanalsitutation Siedlungen Süd
2. Logistikzentrum (Marthweg)
3. Entwicklung des GVZ (GüterVerkehrsZentrum) am Hafen
4. Lärmbelästigung Rangierbahnhof
5. Ausbau A 73
6. Nahverkehrsentwicklungsplan
      

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1. Kanalsituation Siedlungen Süd

Das Kanalnetz der Siedlungen Süd wurde durch den Eigenbetrieb der Stadt Nürnberg SUN (Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg) neu überrechnet. Der Bürgerverein wurde über die Ergebnisse am 14.11.2011 durch SUN mittels einer Präsentation unterrichtet. Das Ergebnis ist, dass bei Starkregenereignisse die Aufnahmefähigkeit des Kanal nicht mehr gegeben ist. Bei einem angenommenen 2-jährigen Regenereignis treten in der Modellberechnung bei 50 % der Schächte Überstaus auf. SUN wird nun prüfen, welche Lösungsmöglichkeiten bestehen und wie diese zu bewerten sind. Die Erarbeitung wird voraussichtlich ein Jahr beanspruchen. Danach sollen die Ergebnisse den Bürger in einer Bürgerversammlung bekannt gemacht werden. Wir vom Bürgerverein bleiben an dem Thema dran!

Sachstandbericht von SUN für den Werksausschuss des Stadtrates 12/ 2011

Das Gebiet der Gartenstadt und Siedlungen Süd (Falkenheim und Kettelersiedlung) wurde beginnend ab 1908 sukzessive in unterschiedlichen Abschnitten bebaut. Während am Anfang die Bebauung in städtischer Randlage nach den städteplanerischen Vorstellungen der „klassischen Gartenstadt“ in offener, mit viel Grün durchzogener Bauweise mit teilweiser landwirtschaftlicher Selbstversorgung erfolgte, stand insbesondere nach den Weltkriegen die Versorgung der Bevölkerung mit einfachem, schnell verfügbarem Wohnraum in Form von sog. „Behelfssiedlungen“ bzw. ländlichen Siedlungen im Mittelpunkt, die insbesondere über verschiedene Siedlervereine und Genossenschaften errichtet wurden.

Die Infrastruktur hielt mit der raschen Wohnbauentwicklung vielfach nicht Schritt. Die Abwasserbeseitigung sah zunächst vor, das Regenwasser vor Ort zu versickern bzw. für den Eigenbedarf zu nutzen (Gießwasser) und das Fäkalienwasser in Trockenaborten oder Gruben zu sammeln und zu Düngungszwecken zu verwenden. Spülklossetts waren ausgeschlossen. Mit zunehmender Besiedlung ergaben sich jedoch auch zunehmend Probleme. Die Abwassergruben waren im Hinblick auf die steigende Bevölkerungszahl überbelastet, die Abwasserverwertung auf den immer enger werdenden Grundstücken auch aus gesundheitlichen, hygienischen Gründen nicht mehr durchsetzbar und die fehlende Straßenentwässerung führte vermehrt zu Überflutungen.

Die dann später errichtete Kanalisation war überwiegend nur auf die Entsorgung des Schmutzwassers/Fäkalienwassers ausgerichtet und nicht strukturiert auf ein gesamtgebietliches Entwässerungskonzept. Dies führte schon frühzeitig zu erkennbaren Unzulänglichkeiten am Kanalisationssystem zumal sich in einzelnen Fällen auch noch unkontrollierte und nicht genehmigte Anschlüsse von befestigten Dach- und Hofflächen an das Schmutzwassernetz durch die bauliche Verdichtung zeigten.

Die Ende der 1980er Jahre nach dem sog. „Flutplanverfahren“ durchgeführte hydraulische Untersuchung des bestehenden Kanalnetzes führte bereits damals zu dem Ergebnis, dass das Entwässerungssystem in der Gartenstadt, den Siedlungen Süd und der Neulandsiedlung um die Zollhausstraße, die ein gemeinsames Einzugs-und Entwässerungsgebiet bilden, das an der Minervastraße/Frankenschnellweg an den vom Hafengebiet kommenden Südlichen Entlastungssammler anschließt, in weiten Bereichen hydraulisch überlastet ist.

Die in der Entwässerungsstudie empfohlenen Abhilfe-/Sanierungsmaßnahmen enthalten beträchtliche Bauinvestitionen (geschätzte Gesamtkosten rd. 20,5 Mio. EUR). Aufgrund des großen Maßnahmenumfanges und weiterer drängender Sanierungsvorhaben wurden zunächst andere Gebiete, in denen eine Lösung drängender und schneller erreichbar war, vorgezogen.

Allerdings stellte sich in den letzten Jahren aufgrund zahlreicher Starkregenereignisse, die über die Siedlungsgebiete nieder gingen, eine neue, wesentlich angespanntere Entwässerungssituation mit jährlich mehrfachem Kanalüberstau und Kellerüberflutungen ein. Insbesondere führten sommerliche Starkregen im Jahr 2009 erneut zu Nachfragen aus der Bevölkerung und den Siedlervereinigungen nach der hydraulischen Leistungsfähigkeit des Kanalnetzes bzw. dessen Sanierung. Die CSU-Stadtratsfraktion stellte hierzu den Antrag vom 04.09.2009 (siehe Beilage).

Nachdem im Umgang mit anfallendem Niederschlags-wasser immer mehr andere und alternative Lösungsansätze für Sanierungsmaßnahmen in das Blickfeld planerischer Konzeptüberlegungen rücken und z. T. geänderte Verhältnisse in dem gesamten Entwässerungsgebiet vorliegen, sind die Empfehlungen der über 20 Jahre zurückliegenden Entwässerungsstudie hinsichtlich ihrer Aktualität kritisch zu bewerten. SUN hat sich daher entschlossen, die vorhandene Situation neu zu prüfen.

Der Werkausschuss wurde daraufhin in seiner Sitzung am 22.12.2009 darüber informiert, dass das gesamte Entwässerungsnetz der Gartenstadt, der Siedlungen Süd, sowie der Neulandsiedlung einer neuen hydraulischen Kanalnetzüberrechnung unterzogen wird. Er stimmte einvernehmlich diesem Projekt zu.

Auch die Siedlervereine der Siedlungen Süd wurden von dem Projekt informiert, das in einem „Einstiegsgespräch“ am 11.02.2010 erläutert wurde. Auch wurde eine erste „Schwachstellenanalyse“ vorgenommen, in dem die Vertreter der Siedlervereine jene Problembereiche benannten, in denen es aus ihrer Kenntnis immer wieder zu Kanalüberstau bzw. Entwässerungsproblemen auf Grundstücken kommt. Darüber hinaus wurde vereinbart, dass die Siedlervereine ihre Mitglieder über weitere Schwachstellen im Netz befragen wollten. Die Ausbeute dieser Mitgliederabfrage war leider nur sehr gering und erbrachte keine neuen weiterführenden Erkenntnisse. In dem Gespräch mit den Siedlervereinen der Siedlungen Süd wurde ferner ein weiteres Treffen vereinbart, wenn die ersten Ergebnisse der Kanalnetzüberberechnung vorliegen.

Dies ist nunmehr der Fall, so dass für den 14.11.2011 ein neuerliches Gespräch verabredet wurde. Hierbei sollen auch erste Lösungsansätze für eine hydraulische Sanierung diskutiert und ausgelotet werden. Im Fokus stehen hierbei insbesondere die Möglichkeiten weitere befestigte Flächen vom Kanalnetz abzukoppeln und der Regenwasserentsorgung vor Ort (z.B. Versickerung, Rückhaltung usw.). Die Siedlervereine können hierbei einerseits wichtige Hinweise aufgrund ihrer Kenntnisse der örtlichen Verhältnisse liefern, andererseits eine Vermittlerrolle zu der betroffenen Anwohnerschaft übernehmen.

Eine konkrete Sanierungslösung liegt derzeit noch nicht vor und muss erst noch entwickelt werden, in dem die Effektivität der einzelnen geplanten Sanierungsmaßnahmen anhand des hydraulischen Berechnungsmodells der Kanalnetzüberprüfung simuliert und getestet wird. Erst wenn abschließend ein schlüssiges Sanierungskonzept vorliegt und sich das als tauglich herausstellt, macht es Sinn die breitere Öffentlichkeit davon zu informieren. Mit dem Abschluss eines solchen Sanierungskonzeptes ist voraussichtlich im Verlauf des 1. Quartals 2012 zu rechnen. Dann ist vorgesehen die Bevölkerung in einer öffentlichen Veranstaltung und den Werkausschuss als beschließendes Gremium über die einzelnen vorgesehenen Sanierungsmaßnahmen umfassend zu informieren.

2. Logistikzentrum (Marthweg)

. Der Bürgerverein hat sich eingeschaltet und versucht die Einflüsse so gering wie möglich zu halten.

3. Entwicklung des GVZ (GüterVerkehrsZentrum) am Hafen

Eine Veranstaltung mit der Geschäftsführung des GVZ Hafen hat am 7. Mai 2012 stattgefunden. Wir werden die Ergebnisse zusammenfassen und hier darüber berichten.

4. Lärmbelästigung Rangierbahnhof

Bürgerinitiative zur Verminderung des Rangierlärms am Rangierbahnhof Nürnberg jetzt organisiert im Bürgerverein Siedlungen Süd e.V.

Info-Brief Dezember 2011

Weniger Lärm am Rangierbahnhof – Die Testphase des Pilotprojektes läuft!

Liebe Mitbürger,

Sie haben es vielleicht auch schon bemerkt –es ist leiser geworden, nur ab und zu noch ein Quietschen!

Jahrelange Bemühungen der Bürgerinitiative und der Einsatz von Herrn Martin Burkert (SPD), Mitglied des Deutschen Bundestages, den wir besonders hervorheben möchten, findet vielleicht bald ein erfolgreiches Ende.

Am 25.7.2011 konnte sich die BI, auf Einladung von Herrn Burkert, vor Ort die erste Test-Anlage des Pilotprojektes, vorgestellt von Herrn Sirko Kellner (DB Netz AG) anschauen. Bericht in der NN vom 26.7.2011.

Nun teilte Herr Kellner am 01.12.2011 der Bürgerinitiative mit, dass bereits der gesamte Ablaufberg mit dem System  „Friction- Modifier“ bestückt ist. Das heißt, dass die lautesten schweren Gleisbremsen bereits komplett mit dem neuen System ausgestattet sind.

 Bürgerinitiative (BI) zur Verminderung des Rangierlärms am Rangierbahnhof Bernd Baumann · Worzeldorferstraße 86· 90469 Nürnberg

Bürgerverein Siedlungen Süd                                                                                      Albrecht Kippes * Schwander Str. 12 * 90469 Nürnberg

Historie:

Herr   Dr.-Ing. Volker Kefer Vorsitzender des Vorstands der DB Netz AG schreibt an Herrn Martin Burkert Mitglied des Deutschen Bundestages.

Wie vom Anwohner bereits bemerkt, entsteht das Quietschen am Rangierbahnhof Nürnberg primär durch das Abbremsen der Waggons mittels Gleisbremsen. Beim für Nürnberg geplanten System des „Friction Modifier“ handelt es sich um eine neuartige Technik zur Lärmreduktion durch Aufbringen des „Friction Modifier“ am äußeren Radkranz. Zum besseren Verständnis ist eine Beschreibung als Anlage beigefügt.

Funktionsweise von Friction Modifier                                                                    Wörtlich schreibt Herr Dr. Kefer Vorsitzender der DB Netz AG an Herrn Burkert:

Aufgrund von massiven Bürgerbeschwerden planen wir im Bereich der schweren Gleisbremsen im Rangierbahnhof eine neue Technologie einzusetzen. Dabei werden die Radkränze der einzelnen Wagen mit einem Reibmittel versehen, sodass sich der Reibkoeffizient zwischen Rad und Gleisbremse so verändert, dass kein Quietschgeräusch mehr zu hören ist.

Da in Westeuropa das System noch nicht eingebaut wurde und noch keine Genehmigung vorliegt, planen wir in Nürnberg zunächst im Rahmen der Konjunkturprogramme einen Pilotversuch durchzuführen. Dafür werden wir eine vorerst befristete Zulassung der Anlage bei unserer Aufsichtsbehörde, der Zentrale des Eisenbahn Bundesamtes in Bonn, beantragen. Sollte sich der zu erwartende Erfolg bestätigen, werden wir auch eine langfristige Zulassung erlangen. Vor dem Einbau des Prototyps werden wir vor Ort Schallmessungen durchführen, um den Ist-Zustand zu dokumentieren. Sobald die Finanzierung gesichert ist, teilen wir Ihnen gerne den geplanten Projektablauf mit.“

Auf den Radkranz aufgetragenes Reibmittel

Effekt/Potenzial:

Reduktion der Lärmemission durch die Vermeidung von Quietschgeräuschen    (ca. 20 d B A)

 Nachsatz von Herrn Martin Burkert:

Sehr geehrter Herr Baumann, ich hoffe sehr, dass sich die Lärmbelastung für Sie und alle Anwohner am Rangierbahnhof durch diese Maßnahme deutlich reduzieren wird und bin sehr erfreut, dass die Initiative, die durch die Arbeit Ihrer Bürgergemeinschaft erst angestoßen wurde, einen Erfolg erzielen konnte.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Burkert

Mitglied des Deutschen Bundestages

Haben Sie Interesse an mehr Informationen so schreiben Sie an:                                                           eine Mail, wir nehmen Sie dann in den Newsletter auf.

Herausgeber: Bürgerinitiative zur Verminderung des Rangierlärms am Rangierbahnhof Nürnberg im Bürgerverein Siedlungen Süd e.V.

5. Ausbau A 73

siehe  „Aktuelles“

6. Nahverkehrsentwicklungplan

Wir wollen eine Arbeitsgruppe aufbauen, die sich mit diesem Thema beschäftigt. Wenn Sie Lust auf Mitarbeit haben, dann bitte melden!


Ihr Bürgervereinsteam


Bitte besuchen Sie diese Seite bald wieder. Vielen Dank für ihr Interesse!